17.1.05

FOTOS


14.1. Staryj Novyj God (Altes Neujahrsfest). Feier in unserem Buero. Foto mit Djed' Moroz und Snegurotschka (Vaeterchen Frost und Schneefloeckchen)!  Posted by Hello

Mitte Dezember in Zvenigorod (Naehe Moskau) auf einem Seminar des CIC: ausser mir Marina (Kollegin) und Sascha und Igor von einer Roma-Organisation aus Jekaterinburg Posted by Hello

Samstags nachts in der Metro: Raimund, Robert, Marina und Marion  Posted by Hello

Nach einer original italienischen "Spaghettata" irgendwann im Herbst. V.l.n.r. meine Wenigkeit, Patrizia (meine Kollegin aus Oesterreich), Robert (Siemens-Praktikant aus Chemnitz), Marion (aus Schwaben), Mario (aus Suedtirol, arbeitet bei der italienischen Botschaft)  Posted by Hello

Arbeitsalltag von Praktikanten? Nein, nein. Ausgebeutet werden wir hier nicht. Links Ashot, mein Chef, neben mir Kollegin Patrizia. Aufgenommen Mitte September.  Posted by Hello

Blick auf eine Moskauer Wohngegend (Naehe Metro Akademicheskaya). Man muss nur lang genug schauen (bzw. belichten), dann ist auch der Anblick von "Platte" sehr schoen. Urheber dieses Kunstwerks: Robert Posted by Hello

6.1.05

Zeitgeschichte

In St.Petersburg steht das Museum fuer politische Geschichte Russlands, in Moskau das Museum fuer Zeitgeschichte Russlands. Beide sind im Prinzip sehr aehnlich, denn beide sind das ehemalige Museum der Grossen Oktoberrevolution. In St. Petersburg hat man daraus eine interessante Mischung gemacht. So sind z.B. in dem Raum, der wohl so eine Art Ahnengalerie fuer Politbueromitglieder darstellen soll, mit vielen Fotos und dunkelroten samtenen Fahnen und Wimpeln, einfach Vitrinen mit Fotos und Dokumenten aus den 90er Jahren (Gortbatschow, Jelzin, Putin etc.) dazugestellt worden. Auch im Museum fuer Zeitgeschichte in Moskau hat sich etwas geaendert. Auf der Eintrittskarte steht gross geschrieben: Die Zeitgeschichte macht Ihr, unterzeichnet vom Russischen Kulturministerium. Merkwuerdig, denn eigentlich macht Putin ja sonst recht deutlich klar, dass nicht wir, oder sie, also das russische Volk, sondern er und seine Regierung die Zeitgeschichte schreiben. Vielleicht machen die Menschen in Russland ja Zeitgeschichte dadurch, dass sie brav mit dem Kopf nicken, den Mund halten und dem "richtigen" Kopf vertrauen. Abgesehen vom ersten Raum, der die neueste Zeit behandelt, ist im Moskauer Museum eher alles beim alten geblieben: zunaechst die revolutionaere Bewegung im 19. Jh., dann die revolutionaere Bewegung Anfang des 20. Jh. (gut, die "liberale Bourgeoisie" kommt auch zu Wort), dann Revolution, Buergerkrieg und Sowjetunion. Erweckt eher den Anschein, als koennten wir ueberhaupt keine Geschichte machen, die Richtung ist doch vorgegeben - Feudalismus, Kapitalismus, Sozialismus und schliesslich Kommunismus. Auch das Personal scheint noch das alte zu sein: Als ein kleiner Junge mit seinem Vater vor einer nachgebauten Gefaengniszelle aus dem 19. Jh. steht, fragt er die Dame: Wer hat da gesessen? Sie antwortet ihm: Da sass ein armer Revolutionaer, der dafuer gekaempft hat dass es Kinder wie du besser haben, und dafuer hat der Zar ihn eingesperrt. Tja, da siehst du, was das fuer Zeiten waren, damals.

Urlaub

Bin zurueck in Moskau, um hier noch ein paar nette Wochen zu verbringen (am 25. Januar geht's dann endgueltig wieder in Richtung Heimat). Eigentlich genau die richtige Zeit . Denn hier ist gerade alles ein bisschen anders. Zum erstenmal gibt es zwischen Neujahr und russischer Weihnacht volle zehn Tage staatlichen Urlaub, das heisst es ist die ganze Woche und auch noch Montag wie sonst nur an Sonntagen (leere Metro, volle Museen ...). Zeit genug, die Dinge in Angriff zu nehmen, die ich mir vorgenommen hatte. Ist allerdings in der Praxis nicht alles so einfach. Denn wer haette gedacht, dass das z.B. Puschkin-Museum auch 10 Tage Urlaub macht und man das erst vor Ort erfaehrt.